Früher mussten bei der Eisenerzverhüttung die Schlacken durch Schlagen vom Metall getrennt werden – daher der Name „Schlacke“. Heute kommen Hightechverfahren zur Anwendung, um Schlacken zu produzieren. Dabei unterscheidet man zwischen Hochofenschlacke und Stahlwerksschlacke:

Hochofenschlacke entsteht, wenn aus Eisenerz und weiteren technischen Zuschlägen Roheisen und später Stahl wird. Je nach Art der Abkühlung entwickelt sich daraus kristalline Hochofenstückschlacke oder glasiger Hüttensand.

Stahlwerksschlacke bildet sich bei der Herstellung von Stahl aus Roheisen, Stahlschrott und weiteren Stoffen. Je nach Verarbeitung unterscheidet man vier verschiedene Arten von Stahlwerksschlacke: LD-Schlacke (Sauerstoffblasverfahren), Elektroofenschlacke und Edelstahlschlacke (Elektrolichtbogenofen) sowie sekundärmetallurgische Schlacken.

Entstehung der Schlacke

Schlacken bestehen vor allem aus den natürlichen Materialien Kalzium-, Silizium- und Magnesiumoxyd. Kalzium- und Magnesiumoxyd sind als Lebensmittelzusatzstoffe weit verbreitet, während Siliziumoxyd als weißer Sand vom Strandurlaub bekannt ist.

Als industriell hergestelltes Gestein sind Schlacken ein „Geschenk“, das zahlreiche Branchen seit jeher zu schätzen wissen. Denn mit modernsten Verfahren verarbeitet, können sich schlackenhaltige Produkte nicht nur problemlos mit anderen messen. Sie haben noch einen weiteren Vorteil: Schlacken schützen Natur und Umwelt!